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Die Punktprävalenz von Funktionsstörungen der HWS bei Säuglingen und Lageasymmetrien zwischen der 4.-5. Woche (U3) in Beziehung zum Schwangerschafts- und Geburtsverlauf

Studienleiter: Dr. med. Ekkehard Geipel, FA Orthopädie, Lehrer für Manuelle Medizin der ÄMM Berlin e.V.

Wissenschaftlicher Bearbeiter: Frau Carolin Portack - Promotion

 

In einer prospektiven, nicht randomisierten Studie sollen zum definierten Zeitraum der U3-Vorsorgeuntersuchung der Säuglinge, anamnestische Daten zur Schwangerschaft und Geburt sowie Befunde des Bewegungssystems erhoben werden. Die Studie wird von 22 Kinderärzten in ihren Praxen über ein definiertes Quartal durchgeführt. Die Erhebung der anamnestischen Daten und der Befunde des Bewegungssystems erfolgen als standardisierte Prozedur.

 

Ausgangssituation: Eine mögliche Ursache der Lageasymmetrien von Säuglingen wird in den Komplikationen bei der Geburt und während der Schwangerschaft vermutet und mit Verhaltensauffälligkeiten der Säuglinge in Zusammenhang gebracht. Um eine definierte Indikationsstellung zu erarbeiten und um den tatsächlichen Versorgungsbedarf in den pädiatrischen Praxen einschätzen zu können, sollen belastbare Daten erhoben werden.

 

Fragestellungen: Wie häufig finden sich Geburtskomplikationen und funktionelle Störungen der Halswirbelsäule, insbesondere der sogenannten Kopfgelenke zur U3? Wie häufig sind Lageasymmetrien mit Kopfgelenkblockierungen korreliert? Gibt es Korrelationen von Stillkomplikationen und Kopfgelenkblockierungen? Sind Schädelasymmetrien mit Blockierungen der Kopfgelenke assoziiert? Wie oft wurden Kinder vor der U3 ohne pädiatrische Indikationsstellung manuell behandelt? Gibt es bestimmte Blockierungsrichtungen, die gehäuft auftreten?

 

Material und Methode: 22 Kinderärzte, die in einem einheitlichen Kurssystem manualmedizinisch ausgebildet werden, erlernten die standardisierte funktionelle Untersuchung des Bewegungssystems mit entsprechenden Techniken der ÄMM Berlin e.V.. Die Kinder werden durch Inspektion und manuelle Bewegungsprüfungen in einer nicht randomisierten Studie zum definierten Zeitraum der U3-Vorsorgeuntersuchung der Säuglinge untersucht. Die Dokumentation der anamnestischen Angaben durch Befragung der Eltern und Stammdaten der Kinder sowie die Befunde der manuellen Untersuchung erfolgt durch ein standardisiertes Protokoll.

 

Wissenschaftliche Begleitung durch die Forschungs- und Koordinationsstelle Manuelle Medizin am Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation der FSU Jena, Förderung durch die „Deutsche Stiftung Manuelle Medizin“.